Double-Opt-In – E-Mail Marketing Leitfaden I

 

DOUBLE OPT-IN

E-MAIL MARKETING LEITFADEN I

 

INFORMATIONEN ZUM OPT-IN VERFAHREN, DOUBLE OPT-IN VERFAHREN UND OPT-OUT REGELUNG.

Email Marketing ist ein wichtiger Bestandteil der Kundenbindung geworden. Es ist weit gĂŒnstiger und einfacher als klassische Werbung. Zudem ist ein Benchmark und die Steuerung des Werbeerfolgs viel effektiver.

Stand-Alone-Kampagnen (oder auch kreative Mailings) werden gerne bei MarkteinfĂŒhrungen, Sonderaktionen o.Ă€. gestartet und sind zeitlich begrenzt. Eine Stand-Alone-Kampagne kann aus einer oder mehreren EMails bestehen, die an Kunden gerichtet ist, welche aller Wahrscheinlichkeit nach Interesse an dem vorgestellten Produkt haben. Newsletter dagegen erscheinen in festgelegten regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden. Sie erfordern einen regelmĂ€ĂŸigen redaktionellen Aufwand und sollten nicht ohne den Einsatz eines professionellen Email Marketing Dienstleister verbreitet werden. Eine Sonderform des Email Marketing ist das Newsletter Sponsorship, bei dem die Werbebotschaft und der Link zur Landingpage im Newsletter eines etablierten Unternehmens oder eines kommerziellen Anbieters untergebracht ist. In der Regel ist der Werbeplatz hier gemietet.

 

MARKETING VS. SPAM

Unternehmen, die Email Marketing betreiben, sollten von vorneherein sicher gehen, dass eine Kampagne oder ein Newsletter nicht mit Spam verwechselt wird. Spam-Mails sind unerwĂŒnschte Werbe- oder Phishingmails, deren Absender sich oftmals aus dem Ausland heraus gehackter Computernetze bedienen und dabei in der Regel kriminelle Ziele verfolgen. Der Absender ist dabei meist verschleiert, und ein Impressum fehlt. Oft enthalten Spam-Mails im Betreff charakteristische Großbuchstaben oder „Spamwörter“, falsche und irrefĂŒhrende Versprechungen (z.B. „Gewinnmitteilung“) oder gar Drohungen (z.B. „Letzte Mahnung“). Als unerwĂŒnschte und lĂ€stige Werbung verstoßen Spam-Mails gegen Â§ 7 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), welches das Versenden solcher Mails als unzumutbare BelĂ€stigung einstuft.

 

DOUBLE OPT-IN

Sie sollten sich daher, bevor Sie eine E-Mail Newsletter Kampagne starten mit wichtigen Richtlinien des Double Opt-In Verfahrens und mit der aktuellen Gesetzgebung auseinandersetzen. In der Regel ĂŒbernimmt ihre Email Marketing Agentur diese Aufgabe. Dadurch vermeiden Sie, dass Ihre Werbebotschaft vom Adressaten ungelesen bleibt oder Sie gar eine kostspielige Abmahnung erhalten.

Bevor Sie einen Kunden in die EmpfĂ€nger Opt In E-Mail List fĂŒr Ihren Newsletter aufnehmen, sollten Sie sichergehen, dass er diese Art der Werbung nicht als BelĂ€stigung ansieht. Die bewusste und eindeutige Einwilligung (Opt-In E-Mail) des EmpfĂ€ngers, der dazu beispielsweise ein KĂ€stchen anklicken muss (dieses darf nicht vorangegklickt sein), ist Pflicht. Um auszuschließen, dass die Einwilligung von einem Dritten erteilt wird, empfiehlt sich das Double Opt-In Verfahren, bei welchem der EmpfĂ€nger den Newsletter erst nach Erhalt einer separaten Opt In E-Mail aktiviert. Da der Konsument bis dahin keine eindeutige Zustimmung erteilt hat, sollten Sie Ihre BestĂ€tigungsemail keinesfalls mit Werbebotschaften versehen. Durch das bewusste Anklicken eines Links in der Opt In E-Mail bestĂ€tigt der EmpfĂ€nger sein Interesse am Erhalt Ihres Newsletter (Confirmed Opt-In). Beachten Sie, dass im Falle des Falles die Beweislast beim Email Marketing Anbieters liegt, die Einwilligung des EmpfĂ€ngers also eindeutig nachgewiesen werden muss. Ein Opt-In, welches im Ernstfall nicht nachgewiesen werden kann, gilt als nicht erteilt. In der Regel erfĂŒllt ihre E-Mail Marketing Agentur diese Aufgabe der Nachweisbarkeit, doch sollten Sie dies vor dem Einsatz genau prĂŒfen.

Das Opt-In Verfahren muss nicht online erfolgen, sondern kann natĂŒrlich auch per Fax, Postkarte, telefonisch oder persönlich erfolgen. Doch auch hier sind Sie erst nach einem Confirmed Opt In auf der sicheren Seite.

WĂ€hrend ein regelmĂ€ĂŸig erscheinender E-Mail Newsletter nur mit der beschriebenen eindeutigen Zustimmung des EmpfĂ€ngers versendet werden darf, gibt es fĂŒr einzelne Werbe-E-Mails Ausnahmen, die jedoch rechtlich ebenfalls streng geregelt sind. Es handelt sich hierbei um ein Opt-Out, das ein begrĂŒndetes Interesse des EmpfĂ€ngers am Erhalt der Werbe-E-Mail voraussetzt. Eine Voraussetzung fĂŒr diese Annahme besteht dann, wenn bereits eine GeschĂ€ftsbeziehung besteht, in dessen Zusammenhang der Kunde seine E-Mail-Adresse im Zusammenhang mit dem Kauf einer Ware oder Dienstleistung angegeben hat und der Kunde der Verwendung seiner E-Mail-Adresse nicht widersprochen hat.

Begeben Sie sich daher nicht auf rechtliches Glatteis, indem Sie E-Mail-Adressen aus Websites, öffentlichen Verzeichnissen, Briefköpfen, Visitenkarten o.Ă€. heraussuchen oder gar kĂ€uflich erwerben. Beachten Sie auch, dass die Weitergabe der Adressen an andere Unternehmen, auch an Konzernunternehmen, unzulĂ€ssig ist. Die aktive „Opt-In“ wie auch die passive „Opt-Out“ Einwilligung des Users wird gesetzlich gesehen nur dem Versender des Newsletters erteilt.

In der Praxis ergeben sich immer wieder FĂ€lle, die auch unter Fachleuten umstritten sind, z.B.: Tritt ein Kunde, der wĂ€hrend eines Kaufvorganges im Internet seine E-Mail Adresse angibt, den Kauf aber nicht abschließt („Shop-Abbrecher“) in ein GeschĂ€ftsverhĂ€ltnis mit dem Shop-Betreiber ein, der infolgedessen aufgrund der Ausnahmeregelung berechtigt wĂ€re, die E-Mail-Adresse des Kunden fĂŒr Werbezwecke zu verwenden? Rechtsexperten empfehlen hier, das Gesetzt eher zu eng als zu weit auszulegen.

Der Versender eines E-Mail Newsletter ist nicht nur dazu verpflichtet, sich vorab die bewusste und nachweisbare Zustimmung des EmpfĂ€ngers einzuholen, sondern es muss absolut transparent sein, worauf sich seine Einwilligung bezieht. Dies betrifft nicht nur die Frequenz und den Inhalt des Newsletters, sondern v.a. auch den Umgang mit evtl. vom User erteilten personenbezogenen Daten. Ob der User personenbezogene Daten angibt, muss ihm freigestellt bleiben. Andere Angaben als die der E-Mail-Adresse mĂŒssen optional sein.

 

OPT-OUT REGELUNG

CONFIRMED OPT-IN & OPT-OUT KLAUSEL

Ob Sie einen regelmĂ€ĂŸigen EMail Newsletter versenden oder mit Mailings fĂŒr Produktheiten u.Ă€. werben – im Vordergrund steht aus Sicht des Gesetzgebers stets das Recht des WerbeempfĂ€ngers, der weiteren Zusendung von Werbe-E-Mails zu widersprechen.

Jeder Werbetreibende ist daher verpflichtet, seine Adressaten noch vor der Zusendung elektronischer Werbung ausdrĂŒcklich auf dieses Recht aufmerksam zu machen. Im Falle des Abonnierens eines E-Mail Newsletter bedeutet das, dass der Kunde im Zusammenhang mit seiner Einwilligung zum Erhalt (Opt-In, Double Opt-In, Confirmed Opt In) ĂŒber seine Möglichkeiten des Widerspruchs informiert wird. Noch bevor der Kunde Ihren E-Mail Newsletter abonniert, sind Sie als Werbetreibender dazu verpflichtet, ihn ĂŒber sein Recht in Kenntnis zu setzen, den E-Mail Newsletter jederzeit problemlos und ohne anfallende Kosten abzubestellen. Ein Hinweis (Opt-Out Klausel) auf dieses Recht muss zudem in jedem E-Mail Newsletter erscheinen.

Auch beim Opt Out ist ein Kunde, der im Rahmen eines Kaufes seine E-Mail Adresse angibt, vorab darĂŒber in Kenntnis zu setzen, dass er dem Empfang elektronischer Werbung jederzeit widersprechen kann. Auf einen solchen Widerspruch ist unverzĂŒglich zu reagieren, indem er Kunde aus der EmpfĂ€ngerliste gelöscht wird.

Folgen Sie unserem E-Mail Marketing Leitfaden von Beate Troeger und erfahren Sie mehr ĂŒber E-Mail Marketing und die Themen E-Mail Software, E-Mail fĂŒr B2B Customer und Datenschutz von E-Mail Adressen. Bauen Sie Schritt fĂŒr Schritt Ihr E-Mail Marketingkonzept aus.