Brand Guidelines: Markenrichtlinien & Styleguide erstellen

Eine undefinierte Marke kann Ihren Vertriebs- und Marketingbemühungen schaden, denn eine fehlende Strategie, uneinheitliche Botschaften und ein inkonsistentes Design richten mehr Schaden als Nutzen an.

Die Entwicklung und Pflege einer starken Marke ist entscheidend für den Gesamterfolg Ihres Unternehmens. Klare und strategische Richtlinien gewährleisten die Konsistenz der gesamten Kommunikation und des Designs in Ihrem Unternehmen. Diese Richtlinien helfen neuen und bestehenden Mitarbeitern, sich an der Gesamtausrichtung des Unternehmens zu orientieren und gleichzeitig Ihre Marke bei allen künftigen Marketingaktivitäten zu wahren.

Inhaber von Start-ups und Mitglieder von Marketingteams, die ihre Marke klar definieren und Konsistenz im gesamten Marketing schaffen möchten.

Wie man Markenrichtlinien erstellt

Schritt 1: Definieren Sie Ihre Marke
Veranstalten Sie eine Sitzung mit Ihrem Team, um sich über Folgendes zu verständigen:

  • Was ist Ihr Ziel? WARUM tun Sie, was Sie tun?
  • Was ist Ihr Auftrag? WAS tun Sie? Wem dienen Sie? Wie dienen Sie ihnen?
  • Was ist Ihre Vision? Was wollen Sie werden? Was ist Ihr Ehrgeiz?
  • Welchen funktionalen und emotionalen Nutzen* bieten Sie Ihren Kunden?
  • Was sind Ihre Werte? Z.B. kühnes Denken, Führungsstärke, Integrität, Siegeswille.
  • Wie ist Ihr Ton? Lustig, professionell, eher feminin als maskulin? Wenn Ihr Unternehmen ein Prominenter oder eine berühmte Person wäre, wer wären Sie und warum?
  • Wer ist Ihr Publikum?
  • Welche Arten von Unternehmen und Funktionen möchten Sie ansprechen? Der CTO? CMO? Wer sind sie?
  • Was treibt sie an?

*Funktionale Vorteile sind die physischen Vorteile, die Sie als Unternehmen bieten (z. B. Gewicht verlieren, Zeit sparen). Emotionale Vorteile sind die mentalen Vorteile, die Sie bieten (z. B. Vertrauen erwecken, Menschen glücklich machen).

Fassen Sie Ihre Antwort auf jede der obigen Fragen in ein bis zwei Sätzen zusammen. Versuchen Sie, einen Konsens darüber zu erzielen, was Sie erreichen und vermitteln wollen.

Es ist wichtig, dass Sie nicht nur darüber nachdenken, wo Ihr Unternehmen heute steht, sondern auch darüber, wohin Sie sich als Unternehmen entwickeln wollen und welche Schwerpunkte Sie in Zukunft setzen wollen. Die Ergebnisse dieser ersten Sitzung bilden die Grundlage für Ihre Marke und helfen Ihnen, Ihr Gesamtdesign und Ihre Identität zu gestalten.

Definition von Designs und Identität

Sobald Sie Ihre Markenpositionierung und -attribute entwickelt haben, ist es an der Zeit, sich mit dem Design zu befassen. Ziel ist es, klare Designprinzipien festzulegen, um in Zukunft Konsistenz zu gewährleisten.

Legen Sie spezifische Regeln für die folgenden Gestaltungselemente fest:

  • Farbe: Welche Farben spiegeln Ihre Marke am besten wider? Verschiedene Farben können bei Ihrem Publikum unterschiedliche Gefühle hervorrufen. Fügen Sie die relevanten HEX-, RGB- und CMYK-Codes in Ihre Richtlinien ein.
  • Typografie: Welches sind Ihre primären und sekundären Schriftarten? Welche Schriftart verwenden Sie für Überschriften und den Text?
  • Bildsprache: Welche Arten von Bildern spiegeln die von Ihnen geschaffene Markenpositionierung am besten wider? Denken Sie an verschiedene Formate, z. B. Bilder für Blogs, Drucksachen und Folien. Wann und wo soll welches Bild verwendet werden? Wenn Sie benutzerdefinierte Schriftarten oder Bildmaterial verwenden, geben Sie klare Hinweise darauf, wo die Benutzer diese Elemente herunterladen oder darauf zugreifen können.
  • Logo-Verwendung: Es ist wichtig, klare Richtlinien für Ihr Logo zu erstellen und festzulegen, wie es verwendet werden darf und wie nicht. Sie wären überrascht, wie viele Designer sich Freiheiten nehmen, um Unternehmensidentitäten zu ändern oder zu optimieren.

Klare Regeln für die Verwendung der oben genannten Elemente gewährleisten die Konsistenz Ihrer Marke und aller Marketingmaßnahmen.

Schritt 3: Verpacken Sie Ihre Positionierung und Identität

Fassen Sie die von Ihnen erstellten Richtlinien und Regeln in einer PowerPoint- oder PDF-Datei zusammen, die Sie an Ihr Unternehmen und Ihre Lieferanten weitergeben.

Häufige Fehler von Brand Guidelines

1. Klare Definition ihres Zwecks
Unternehmen tun sich oft schwer damit, sich darauf zu einigen, warum sie das tun, was sie tun (über die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse oder die Erzielung von Einnahmen hinaus).

Denken Sie über den größeren Wert nach, den Sie mit Ihrem Unternehmen in die Welt bringen. Wozu trägt Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung letztendlich bei? Lesen Sie Simon Sinek über die Macht des „Warum“, um weitere Anhaltspunkte und Einblicke in die Formulierung Ihres „Warum“ zu erhalten.

2. Es einfach halten
Unternehmen haben es schwer, ihren Wert und ihre Positionierung zu formulieren. Sie machen es zu kompliziert oder, schlimmer noch, es fehlt ihnen an Klarheit und sie wirken zu pauschal.

Vermeiden Sie es, sich festzulegen:
Weniger ist mehr! Fassen Sie Ihre Überlegungen zu jeder der obigen Fragen in ein oder zwei gut formulierten und prägnanten Sätzen zusammen, die genau erfassen, worum es Ihnen geht.

3. Bildsprache und Design
Unternehmen tun sich oft schwer, die richtigen hochauflösenden und hochwertigen Bilder zu finden, die ihre Positionierung ergänzen. Sie vergessen das warme, menschliche Element und konzentrieren sich oft zu sehr auf die technische Seite ihres Angebots.

Vermeiden Sie es, sich festzulegen:
Kostenlose Bildseiten wie unsplash.com und pexels.com bieten eine Reihe großartiger hochauflösender, lizenzfreier Bilder. Shutterstock-Pakete für fünf oder 10 Bilder sind ebenfalls zu einem vernünftigen Preis erhältlich. Beziehen Sie Menschen in Ihr Design ein, wo immer Sie können – idealerweise solche, die positive Emotionen zeigen. Einfühlungsvermögen fördert den Verkauf.